TL;DR kompakt zusammengefasst: Google entwickelt sich zur Antwortmaschine – KI-Overviews und der KI-Modus liefern direkte Antworten aus vertrauenswürdigen Quellen. Wer dort nicht genannt wird, verliert Sichtbarkeit, selbst mit Top-Rankings. Die Lösung heißt GEO (Generative Engine Optimization): Statt nur auf Keywords zu optimieren, musst du Inhalte schaffen, die semantisch relevant, tiefgründig und multimedial sind. Nur so erkennt die KI deine Marke als zitierwürdige Quelle. Ziel ist nicht mehr nur der Klick, sondern dauerhafte Markenpräsenz in der KI-Suche.
In dem Artikel zeigen wir dir:
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Wie Googles KI entscheidet, wer Sichtbarkeit bekommt – selbst wenn du auf Platz 1 rankst
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Wo KI-Überblicke tatsächlich erscheinen (und wo nicht)
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Warum der wahre Wettbewerb um Zitationen geht, nicht um Klicks
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Wie du den Content analysierst, dem die KI bereits vertraut
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Den einen Trick, mit dem du Suche in eine Markenaufbau-Maschine verwandelst
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Mehr InformationenWie du Googles KI dazu bringst, dir Kunden zu schicken
Googles neue KI-Funktionen rauben still und leise den entscheidendsten Moment im Suchprozess – den Augenblick, in dem ein Kunde bereit ist, eine Entscheidung zu treffen. Und das größte Problem spricht kaum jemand an: Du kannst zwar auf Seite eins ranken, aber dennoch verlieren. Warum? Weil du nicht auftauchst, wenn deine Marke in den KI-generierten Ergebnissen fehlt. Du bist schlicht nicht Teil des Gesprächs. Du bist für Suchende unsichtbar.
Google ist längst keine simple Linkliste mehr. Es hat sich zu einer kuratierten Antwortmaschine entwickelt. Und diese Antworten stammen von Inhalten, denen der Algorithmus vertraut. Es geht also nicht mehr nur um SEO, sondern darum, die KI zu trainieren, deine Marke als vertrauenswürdige Quelle zu erkennen. Das neue Schlagwort dafür lautet GEO – Generative Engine Optimization. Wer versteht, wie man dieses System rückentwickelt, der gewinnt nicht nur Sichtbarkeit, sondern baut echte Markenautorität auf – während die Konkurrenz wegen sinkendem Traffic nervös wird.
Die explosionsartige Zunahme der fragebasierten Suche
Viele denken: Googles neue KI-Funktionen zerstören den organischen Traffic und SEO sei tot – aber das ist ein Denkfehler. Was passiert wirklich?
Google wird immer mehr zu einer Art ChatGPT. Die Nutzer stellen vollständige Fragen, mehr als je zuvor. Innerhalb von nur acht Monaten ist der Anteil solcher Fragen von 38 % auf 87 % gestiegen. Warum? Weil die KI-Antworten auf Google plötzlich viel nützlicher sind. Seit dem Siegeszug von ChatGPT haben sich die Ansprüche der Konsumenten massiv verändert. Sie geben keine einfachen Keywords mehr ein – sie stellen komplexe Fragen und erwarten sofort eine ausführliche Antwort direkt in der Suche.
Doch das ist nicht die einzige Veränderung, über die kaum jemand spricht: Die Zahl der täglichen Google-Suchanfragen ist von 8,5 Milliarden auf 13,7 Milliarden gestiegen – über 5 Billionen pro Jahr. Und das liegt nicht daran, dass es mehr Menschen gibt – sie suchen einfach häufiger, weil die Antworten besser geworden sind.
Während viele über sinkende Klickzahlen klagen, liegt die eigentliche Chance genau hier: Es gibt mehr Suchanfragen als je zuvor – und damit auch mehr Gelegenheiten, sichtbar zu werden. Vorausgesetzt, du weißt, wie du in diesen neuen Formaten auftauchst.
Fangen wir mit den KI-Overviews an – sie sind das Eintrittstor, um den KI-Modus und das komplette Google-Ökosystem zu verstehen.
Wo KI-Übersichten tatsächlich angezeigt werden
Ein großer Fehler vieler Marketer: Sie glauben, KI-Overviews übernehmen jede Suche – doch die Daten sprechen eine andere Sprache. Viele lassen sich von Panik leiten, ohne überhaupt die Daten zu analysieren.
Wir haben das tägliche Google-Suchvolumen in vier Kategorien eingeteilt: informationsbezogen, navigationsorientiert, kommerziell und transaktional. Und hier ist, was wir entdeckt haben:
Informationssuchen machen fast 50 % aller Google-Anfragen aus. In 45,9 % dieser Fälle erscheinen KI-Overviews.
Kommerzielle Suchen wie „beste Buchhaltungssoftware für Start-ups“ machen 14,8 % des Volumens aus – hier erscheinen KI-Overviews in 17,8 % der Fälle.
Navigationssuchen wie „LinkedIn Login“ oder „Dropbox Preise“ machen 34,6 % aus – Overviews tauchen hier nur in 1,5 % der Fälle auf, weil die Nutzer schon wissen, wohin sie wollen.
Transaktionale Suchen, also direkte Kaufabsichten, machen nur 0,8 % aus – doch Overviews erscheinen hier in 6,1 % der Fälle.
Was bedeutet das? Genau dort, wo die Kaufabsicht am höchsten ist, sind auch die KI-Overviews am präsentesten. Wenn deine Inhalte dort nicht vorkommen, verpasst du nicht nur Traffic – sondern den entscheidenden Moment, in dem dein potenzieller Kunde seine Entscheidung trifft.
SEO allein reicht nicht mehr. Es geht darum, zur primären Quelle zu werden, der Googles KI vertraut – um den gesamten Entscheidungsprozess zusammenzufassen.
Der KI-Modus von Google ist ein völlig neues Sucherlebnis.
Wenn KI-Overviews die Vorspeise sind, dann ist der KI-Modus das Hauptgericht.
Viele sind noch damit beschäftigt, die KI-Overviews zu verstehen – und haben keine Ahnung, was der KI-Modus wirklich bedeutet. Dabei ist er keine bloße Funktion, sondern eine völlig neue Art der Suche.
Was macht ihn so besonders?
Er ersetzt die klassische Suchergebnisseite durch eine Konversation mit einer echten KI.
Er beantwortet komplexe Longtail-Fragen sofort.
Er zapft Inhalte an, die für den User gar nicht sichtbar sind – oft ohne zurückzuverlinken.
Er verhält sich eher wie ein persönlicher Rechercheassistent als wie eine klassische Suchmaschine.
Früher hattest du in der SEO-Welt Kontrolle: Du konntest nachvollziehen, wonach Menschen suchten, für welche Keywords du rankst, welche Seiten angezeigt werden. Doch im KI-Modus gibst du eine einzige Frage ein – und im Hintergrund startet Google 10, 20 oder sogar 30 Mikrosuchen durch die sogenannte Query Fanout-Technik. Jede einzelne dieser Sub-Suchen ist wie eine eigene Mini-Recherche.
Beispiel: Du stellst die Frage „Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Produktlaunch-Event in Berlin im September?“ – für die KI entstehen daraus viele kleine Anfragen:
"Wettervorhersage Berlin im September"
"Veranstaltungskalender Berlin"
"Beste Tage für B2B-Events"
"Hotel- und Messeverfügbarkeit"
"Verfügbare Veranstaltungsorte"
Früher musstest du all das selbst zusammensuchen. Heute übernimmt der KI-Modus das für dich im Hintergrund – und liefert dir eine vollständige Antwort.
Das ist das Herzstück des Query Fanout: Deine Frage ist der Stamm, Google verzweigt sich in Dutzende Äste – und fügt alle Infos zu einer einzigen, umfassenden Antwort zusammen.
Das Problem für Marketer: Du siehst keinen dieser Äste. Du weißt nicht, welche Fragen gestellt wurden. Du weißt nicht, welche Quellen verwendet wurden. Du kannst deine Rankings nicht mehr wie früher verfolgen.
Wenn deine Inhalte also nicht in diesen Sub-Suchen auftauchen – und nicht als vertrauenswürdig genug gelten, um zitiert zu werden – dann bist du raus.
Es geht nicht mehr ums einfache Ranking. Es geht um semantische Positionierung. Um Bedeutung, Kontext und Relevanz. Du musst der KI helfen, deine Marke als vertrauenswürdige Quelle wahrzunehmen – nicht nur für ein Keyword, sondern für den gesamten Denkprozess, der hinter einer Frage steckt.
Machst du das vor deiner Konkurrenz, gewinnst du mehr als Klicks: Du gewinnst Aufmerksamkeit, Markenwert und Vertrauen.
Jetzt, wo du verstanden hast, wie der KI-Modus seine Antworten generiert, stellt sich die entscheidende Frage: Was passiert, wenn deine Marke tatsächlich darin auftaucht?
Die (NEUE) Realität der Markenerkennung
SEO ist nicht mehr nur ein Conversion-Kanal – es ist ein Kanal zur Markenentdeckung
Unsere Auswertungen zeigen: 90 % der Konsumenten entdecken eine Marke zum ersten Mal über ein organisches Google-Ergebnis. Aber nur 5 % kaufen sofort. Was passiert mit den anderen 95 %?
Sie landen auf deiner E-Mail-Liste, in deinem Funnel, sie folgen dir auf Social Media – oder sie kehren Wochen später durch Empfehlungen zurück. Moderne SEO ist wie ein Sponsorenlogo auf der Bande eines Fußballplatzes: Die Leute kennen vielleicht deinen Namen nicht, aber sie haben dein „Logo“ – sprich: deine Markenerwähnung – bereits unzählige Male gesehen.
Googles KI-Funktionen zitieren Marken ähnlich wie Nachrichtensprecher vertrauenswürdige Quellen nennen. Wird deine Marke in einem KI-Ergebnis erwähnt, hast du die oberste Aufmerksamkeitsebene erreicht – ganz ohne Klick.
Mehr Suchanfragen = mehr KI-Overviews und KI-Modus-Ergebnisse.
Mehr KI-Ergebnisse = mehr potenzielle Markenerwähnungen.
Mehr Erwähnungen = mehr Vertrauen – kanalübergreifend.
Das ist der schnellste Weg zu nachhaltigem Markenwert, während andere sich noch mit Last-Click-Attribution beschäftigen.
Wie bringst du deine Marke in diese KI-Ergebnisse?
Schritt 1: Analysiere, wen die KI bereits zitiert
→ Nutze Tools wie Semrush, Ahrefs oder Ubersuggest
→ Gib die Domain eines Wettbewerbers ein (z. B. ein Top-Ergebnis zu „beste Projektmanagement-Tools“)
→ Analysiere deren Top-Seiten, Backlinks und Social Shares
→ Finde die Keywords mit dem höchsten Traffic
Schritt 2: Finde heraus, wo deine Marke fehlt
→ Gehe zu „Keyword Research“ → „Ähnliche Websites“
→ Gib deine Domain ein
→ Nutze die „Keyword Gap“-Funktion
→ Die dort angezeigten Begriffe funktionieren oft auch für KI-Ergebnisse
Schritt 3: Erstelle besseren, tiefergehenden, visuelleren Content zu diesen Themen
Google belohnt nicht mehr nur Quantität, sondern Tiefe, Klarheit und Vertrauenswürdigkeit.
Viele denken, man müsse einfach nur mehr Blogartikel schreiben. Falsch gedacht. Und weiter gehts...
Content Strategien für KI-Übersichten
Googles KI bevorzugt multiformatigen Content:
- Videos, die den Artikel ergänzen oder zusammenfassen
- Infografiken, die Daten visuell darstellen
- Diagramme, die Zusammenhänge aufzeigen
- Tabellen, die Vergleichbarkeit schaffen
Deine Inhalte müssen ein echtes Erlebnis bieten – eine Content-Landschaft, in der sich Nutzer (und die KI!) wohlfühlen. Und das verknüpfst du mit den identifizierten Keyword-Lücken – das ist dein Fahrplan zur Quelle, die von der KI zitiert wird.
SEO ist nicht tot. Die Spielregeln haben sich nur geändert
Du optimierst nicht mehr für Klicks – du optimierst für Wiedererkennung.
Wenn die KI deine Marke zitiert, bleibst du im Kopf der Menschen – über alle Kanäle hinweg: Suchmaschinen, E-Mail, Paid Ads, Social Media. Das ist der neue „Top of Funnel“. Und je länger du zögerst, desto schwerer wird es, Teil davon zu werden.
Ranking reicht nicht mehr.
Wenn du in der neuen Google-Welt bestehen willst, musst du von der KI erkannt und zitiert werden. Und wenn du herausfinden möchtest, wie du KI-Agents nutzen kannst, um dein gesamtes Business zu skalieren – dann melde dich bei NETZPUNKTE.
Fazit: GEO ist die Zukunft von SEO
In einer Welt, in der Google selbst entscheidet, welche Marken es für zitierwürdig hält, musst du dich von klassischem SEO-Denken lösen. Rankings sind gut – aber nicht genug. KI-Overviews und der KI-Modus sind bereits Realität. Und wenn du deine Marke nicht gezielt in diese Formate bringst, wirst du für Milliarden Suchanfragen schlicht nicht existieren.
Positioniere dich jetzt als vertrauenswürdige Quelle – mit hochwertigen, tiefgehenden, visuell starken Inhalten, die nicht nur Menschen, sondern auch die KI begeistern. So wirst du nicht nur gesehen – du wirst erinnert.
FAQ - die häufigsten Fragen
Was ist GEO (Generative Engine Optimization)?
Sind klassische SEO-Maßnahmen noch sinnvoll?
Wie finde ich heraus, ob meine Inhalte in KI-Ergebnissen zitiert werden?
Welche Content-Formate bevorzugt die Google-KI?
Warum ist Markenautorität in der KI-Suche so wichtig?
Brauchst Du Hilfe?
Über den Autor
Helge Fétz ist Online Marketer seit 2006. Google SEO und KI Experte.
Helge Fétz ist ein mehrfach international ausgezeichneter Online Marketer. Er ist ständiges Mitglied der internationalen Google Experience Group. Helge betreut seit 1995 Kunden von Startups bis zu renommierten Marken. Er ist Inhaber von NETZPUNKTE und Gründer von NP-Digital.de
