Wie Du ChatGPT dazu bringst, deine Marke in den AI Overviews zu präsentieren

Wie Du ChatGPT dazu bringst, deine Marke in den AI Overviews zu präsentieren

TL;DR (Kurzfassung):

Der Artikel erklärt, wie du deine Marke in ChatGPT-AI-Overviews sichtbar machst. Das gelingt durch gezieltes Aufbau einer klaren „Entity“, starke Off‑Site-Signale wie Brand Mentions, strukturierte On‑Site-Inhalte mit Schema‑Markups und spezielle Hebel wie eigene GPT‑Plugins oder offene Lizenzen. Monitoring und iterative Verbesserungen runden die Strategie ab – eine langfristige „Marathon“-Taktik, keine kurzfristigen Hacks

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Einführung in AI Overviews

 

Was sind AI Overviews?

Stell dir vor, du gibst eine Suchanfrage bei Google ein oder stellst ChatGPT eine Frage – und statt einer Liste an Links bekommst du sofort eine prägnante, gut strukturierte Antwort, die aus verschiedenen Quellen im Web generiert wurde. Genau das sind AI Overviews. Diese neuen KI-basierten Antwortformate setzen auf Large Language Models (LLMs) wie Google Gemini oder OpenAIs GPT-Modelle, um in Sekundenschnelle Inhalte zu durchsuchen, zu bewerten und zu synthetisieren. Die besten und vertrauenswürdigsten Informationen gewinnen, die „Crème de la Crème“ des Internets sozusagen.

Für Marken ergibt sich hier eine riesige Chance – oder ein großes Versäumnis. Denn nur wer in diesen Overviews auftaucht, wird gesehen. Nutzer klicken seltener auf klassische Suchergebnisse, wenn ihnen eine befriedigende AI-Antwort präsentiert wird. Und hier entscheidet sich: Ist deine Marke sichtbar – oder verschwindet sie im digitalen Nirwana?

Warum sind sie für Marken so entscheidend?

AI Overviews könnten schon bald das neue Featured Snippet werden – nur mit mehr Tiefe und größerer Reichweite. Marken, die hier präsent sind, genießen nicht nur mehr Sichtbarkeit, sondern auch ein höheres Vertrauen. Schließlich selektiert eine KI gezielt aus Milliarden von Seiten die relevantesten Antworten. Wer also dort genannt wird, wird automatisch als Autorität wahrgenommen.

Für SEO und digitales Marketing bedeutet das einen Paradigmenwechsel: Es reicht nicht mehr, nur für Menschen oder klassische Algorithmen zu optimieren. Jetzt geht es darum, für LLMs sichtbar und verstehbar zu sein – technisch, semantisch und inhaltlich.

Verstehen, wie LLMs Inhalte priorisieren

Das Zusammenspiel von Entity Building und Autorität

Zentral für die Aufnahme in AI Overviews ist, dass eine Marke als eigenständige Entität erkannt wird. Was bedeutet das konkret? Im Kontext von Natural Language Processing (NLP) steht eine „Entity“ für eine klar definierte, identifizierbare Einheit – eine Firma, eine Person, ein Produkt. Nur wenn ein LLM versteht, dass deine Marke eine solche Entität ist, kann sie als relevante Quelle einbezogen werden.

Doch Erkennbarkeit allein genügt nicht. Deine Marke muss auch Autorität ausstrahlen – durch hochwertige Inhalte, wiederholte Nennungen in relevanten Kontexten und eine starke Relevanz zum jeweiligen Thema. LLMs „bewerten“ Inhalte nicht wie ein Mensch, sondern anhand von Millionen Signalen: Struktur, Klarheit, Frequenz der Erwähnungen, Vertrauen der Quelle. Wer in diesem unsichtbaren Score gut abschneidet, hat die besten Karten.

Relevanz: Warum deine Inhalte zählen müssen

Relevanz ist der geheime Turbo in der LLM-Welt. Es reicht nicht, einfach nur „gute“ Inhalte zu haben – sie müssen genau auf die jeweilige Frage passen. LLMs analysieren semantisch, welche Inhalte präzise, aktuell und nützlich sind. Eine Marke, die immer wieder mit exzellenten, direkt lösungsorientierten Antworten glänzt, wird bevorzugt berücksichtigt.

Dabei zählt jede Ebene: der Titel, die H-Tags, die Einleitung, die Bullet-Points, die FAQ – alles wird von der KI in Sekundenbruchteilen verarbeitet. Wer hier konsistent hochwertig liefert, wird öfter zitiert. Deshalb gilt: Qualität, Klarheit und Kontext schlagen Quantität.

Die Macht von Off-Site-Signalen

Warum unverlinkte Brand Mentions wichtiger sind als Backlinks

In der klassischen SEO-Welt galten Backlinks lange als der heilige Gral. Doch eine neue Studie von Ahrefs mit über 75.000 untersuchten Marken zeigt: Unverlinkte Erwähnungen – sogenannte Brand Mentions – haben mittlerweile eine deutlich höhere Korrelation zur Sichtbarkeit in AI Overviews. Die Korrelation liegt bei beeindruckenden ρ = 0,664 – das ist stärker als jeder andere Off-Page-Faktor, inklusive Domain Authority.

Warum ist das so? Ganz einfach: LLMs sind nicht auf Links angewiesen. Sie extrahieren Informationen direkt aus dem Textkontext. Wenn deine Marke regelmäßig in vertrauenswürdigen, thematisch passenden Quellen genannt wird – auch ohne Link –, steigt ihre Bekanntheit im „Wissensnetzwerk“ der KI. Diese Signale sind subtil, aber mächtig.

Dateneinblick: So stark korrelieren Erwähnungen mit Sichtbarkeit

Laut der Ahrefs-Datenanalyse ist die Sichtbarkeit in AI Overviews besonders hoch bei Marken, die:

  • häufig auf Fachportalen oder in Medien zitiert werden
  • regelmäßig in Podcasts oder Interviews erwähnt werden
  • aktiv in Online-Diskussionen wie Reddit, Quora oder Fachforen auftauchen
  • in Branchenverzeichnissen gelistet sind

Das bedeutet: Wer digital „stattfindet“, wird von LLMs als wichtig erkannt. Diese Erwähnungen wirken wie ein Netzwerk aus Relevanzsignalen, das deine Marke sichtbar macht – auch ohne klassischen SEO-Push.

Priorisierte Maßnahmen zur Steigerung von Brand Mentions

Um gezielt mehr Brand Mentions zu erzeugen, solltest du folgende Hebel priorisieren:

PrioritätMaßnahmeWirkung
P1Digitale PR & Thought LeadershipErzeugt organische Erwähnungen auf reichweitenstarken Medien
P1Review- und Branchenportale wie Capterra, Trustpilot, ClutchLiefert autoritäre Drittquellen, die LLMs als verlässlich einstufen
P2Verzeichnisse, Verbände, Franchise-ListingsDiversifiziert Quellenvielfalt, nützlich vor allem für lokale Marken
P2Wikipedia- & Wikidata-EintragDirekt eingebunden in viele Wissensgraphen von LLMs

Fazit: Off-Site-Signale sind kein Beiwerk mehr – sie sind die Basis, damit LLMs deine Marke überhaupt erkennen und nutzen können.

Off-Site-Strategien zur Sichtbarkeit

Digitale PR & Thought Leadership

Digitale PR ist der Königsweg zur Markenautorität. Sie sorgt nicht nur für Sichtbarkeit, sondern erzeugt genau die Art von glaubwürdigen Erwähnungen, die LLMs lieben. Ein gut platzierter Gastbeitrag auf einem Fachportal, ein Interview in einem Branchenpodcast oder ein Whitepaper, das in LinkedIn-Posts diskutiert wird – all das sind Goldgruben für deine Off-Site-Reputation.

Du solltest dabei gezielt folgende Formate nutzen:

  • Gastartikel auf Nischen- oder Branchenblogs
  • Experteninterviews (geschrieben oder als Podcast)
  • Studien und Whitepapers mit einzigartigen Daten
  • Mitwirkung an Roundups („Top 10 Experten zu Thema XY“)
  • PR über aktuelle Entwicklungen oder Trends

Je öfter dein Markenname in einem hochwertigen Kontext genannt wird, desto stärker wird deine Entity im LLM-System verankert. Wichtig ist, dass du nicht auf gekaufte PR setzt – LLMs erkennen künstliche Verlinkungen oder Erwähnungen und werten diese ab.

Branchen- und Review-Portale optimal nutzen

Review-Portale sind heute mehr als nur digitale Bewertungsplattformen – sie sind wahre Vertrauensanker für LLMs. Seiten wie Capterra, Trustpilot oder Clutch genießen aufgrund ihrer redaktionellen Kontrolle und Nutzerinteraktion eine hohe Autorität. Wenn deine Marke dort aktiv präsent ist, steigt die Chance enorm, in AI Overviews aufgenommen zu werden.

Wichtig ist nicht nur die schiere Anzahl an Bewertungen, sondern auch deren Qualität, Konsistenz und Aktualität. Je mehr aktuelle, authentische und thematisch relevante Kundenstimmen dein Unternehmen sammelt, desto besser kann ein LLM dein Profil verstehen und einordnen.

Diese Portale solltest du aktiv bespielen:

  • Capterra (besonders für Software und SaaS)
  • Trustpilot (branchenübergreifend)
  • Clutch (ideal für Agenturen, IT-Dienstleister, B2B)
  • Google My Business (wichtig für lokale Sichtbarkeit)
  • ProvenExpert (deutschsprachiger Raum, hoher Trust)

Darüber hinaus solltest du die eigenen Kunden aktiv um Bewertungen bitten – am besten über personalisierte E-Mails, QR-Codes nach dem Kauf oder automatisierte Follow-ups.

Bonus-Tipp: Nutze Auszüge aus positiven Rezensionen aktiv auf deiner Website. Auch das verbessert das E-E-A-T-Profil deiner Seite und zeigt der KI: „Diese Marke wird geschätzt.“

 

Lokale Verzeichnisse, Partnerlisten und Wikis

Ein oft unterschätzter, aber wirkungsvoller Hebel sind strukturierte Einträge in lokalen Verzeichnissen und offiziellen Partnerlisten. Diese Quellen haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind häufig verlinkt mit staatlichen oder institutionellen Domains – ein großer Vertrauensvorschuss im LLM-Kontext.

Was du nutzen solltest:

  • IHK-, HWK- oder Verbandsverzeichnisse (z. B. Bundesverband XYZ)
  • Franchise- und Lizenzgeber-Listings
  • Regionale Branchenverzeichnisse
  • Startup-Datenbanken und Förderplattformen

Diese Erwähnungen zeigen nicht nur die Legitimität deines Unternehmens, sondern helfen auch beim Entity Matching – LLMs können anhand dieser Listen deine Unternehmensdaten mit Website, Social Media und Reviews abgleichen.

Und dann gibt’s da noch das große Thema: Wikipedia & Wikidata. Wenn deine Marke es schafft, einen seriösen Wikipedia-Artikel zu erhalten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, in LLM-Wissensgraphen aufgenommen zu werden. Noch wichtiger: Wikidata – das strukturierte Schwesterprojekt – ist in vielen LLMs direkt integriert. Hier solltest du:

  • Deine Wikidata-Entity korrekt pflegen (Name, URL, Branche, Standort etc.)
  • Seriöse Referenzen verlinken
  • Konsistente Informationen eintragen

Denn: Was in Wikidata steht, „weiß“ auch die KI.

On-Site-Optimierung für AI Overviews

Strukturierter Contentaufbau für LLMs

LLMs lieben Struktur. Wenn dein Content chaotisch, zu langatmig oder unklar formatiert ist, wirst du kaum in einer AI Overview auftauchen. Ziel ist es, Inhalte so aufzubereiten, dass sie sofort als „Antwort“ erkennbar sind. Das bedeutet:

  • Klare Überschriften mit H2-, H3-, H4-Tags
  • Sauber strukturierte Absätze (max. 3–4 Zeilen)
  • Aufzählungen, Bullet-Points und Tabellen zur besseren Übersicht

Besonders wichtig: Der Einstieg in den Artikel oder Abschnitt. Dieser sollte immer eine direkte, kompakte Antwort liefern – idealerweise 40–60 Wörter, wie ein Mini-FAQ. Das erhöht die Chance, dass genau dieser Abschnitt extrahiert und von der KI verwendet wird.

Nutze folgende Struktur als Template:
## Frage XYZ beantworten

**Kurzantwort**: In 2–3 Sätzen oder einer Bullet-Liste direkt auf den Punkt.

**Detailabschnitt**: Danach folgt eine vertiefte Erläuterung mit Beispielen, Statistiken und praktischen Tipps.

## Frage XYZ beantworten

**Kurzantwort**: In 2–3 Sätzen oder einer Bullet-Liste direkt auf den Punkt.

**Detailabschnitt**: Danach folgt eine vertiefte Erläuterung mit Beispielen, Statistiken und praktischen Tipps.

Außerdem solltest du semantische HTML-Strukturen wie <article>, <section>, <aside> und <footer> nutzen – sie helfen der KI bei der Kontextualisierung.

FAQ, Schema.org und Snippet-fähige Inhalte

Ein weiteres Schlüsselwerkzeug für die Sichtbarkeit in AI Overviews ist der Einsatz von strukturierten Daten, insbesondere aus dem Schema.org-Universum. Durch Markups wie FAQPage, HowTo, Article, Product oder LocalBusiness machst du deine Inhalte für LLMs „lesbar“ – das heißt: maschinell interpretierbar.

Was du konkret tun solltest:

  • FAQPage- und HowTo-Schemas einbinden – besonders auf Seiten mit praktischen Tipps oder Ratgeber-Charakter
  • Article-Schema mit author, dateModified, headline und mainEntityOfPage ergänzen
  • LocalBusiness- oder Product-Schema nutzen, wenn du physische Produkte oder lokale Dienstleistungen anbietest
  • Snippet-fähige Inhalte folgen einem bestimmten Format: Sie beantworten konkrete Fragen, haben klare H-Tags, eine saubere Struktur und sind visuell aufbereitet. Wenn dein Content es in ein Featured Snippet schafft, ist er auch für AI Overviews prädestiniert.

Tipp: Nutze Tools wie Merkle’s Schema Markup Generator oder Google’s Rich Results Test, um deine Implementierung zu validieren.

Lesbarkeit, visuelle Elemente und Aktualität

Ein oft übersehener, aber kritischer Aspekt ist die Lesbarkeit deiner Inhalte. LLMs bewerten nicht nur, was du sagst, sondern auch wie du es sagst. Inhalte mit endlosen Textblöcken, fehlenden Zwischenüberschriften oder ohne visuelle Auflockerung werden von der KI meist ignoriert.

Hier ein paar Regeln, an die du dich halten solltest:

  • Absätze maximal 3 Zeilen lang
  • Relevante Zwischenüberschriften alle 100–150 Wörter
  • Bullet-Points statt endloser Aufzählungen im Fließtext
  • Infografiken, Screenshots, Diagramme zur Visualisierung komplexer Inhalte

Darüber hinaus ist Aktualität ein entscheidendes Signal für Relevanz. LLMs bevorzugen Inhalte, die kürzlich aktualisiert wurden. Deshalb solltest du:

  • Deine Inhalte regelmäßig updaten
  • Sichtbar einen „Zuletzt aktualisiert“-Vermerk einfügen
  • Datum von Beiträgen als dateModified im Schema einfügen

Und zuletzt: Baue eine Autorenbox mit Credentials ein, die deinen E-E-A-T-Score stärkt – also Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness.

MaßnahmeBest PracticeQuelle
Antwort­box am Seiten­anfang40–60‑Wort‑Absatz oder Bulletlist, der die Kernfrage direkt löst (Q&A‑Logik)Reddit
Struktur & Schema.orgFAQPage, HowTo, Article oder Product‑Schema; klare H‑Tags, Listicles, TabellenWritesonic
LesbarkeitAbsätze ≤ 3 Zeilen, prägnante Zwischen­überschriften, Bullet­points, visuelle ElementeBacklinko
Aktualitäts­signaleZeit­stempel, „Zuletzt aktualisiert“‑Vermerk, regelmäßig RefreshWritesonic
E‑E‑A‑TAutor‑Box mit Credentials, Impressum, verifizierte Rezensionenstärkt Vertrauens­score des LLM

Spezielle Hebel für ChatGPT

Eigenes GPT oder Plugin entwickeln

ChatGPT ist längst mehr als ein reiner Chatbot. Mit der Möglichkeit, eigene GPTs zu erstellen oder Plugins zu entwickeln, hast du als Marke direkten Einfluss auf die Sichtbarkeit deiner Inhalte innerhalb des Ökosystems. Wenn du ein offizielles GPT für dein Unternehmen baust und dieses im GPT-Store veröffentlichst, verschaffst du dir einen gewaltigen Vorteil:

  • Du bestimmst die Datenquellen
  • Du steuerst die Antworten
  • Du wirst als „offizielle“ Quelle wahrgenommen

So ein GPT funktioniert wie ein interaktiver FAQ-Bereich, Produktberater oder digitaler Assistent – und wenn Nutzer darüber stolpern oder ihn aktiv nutzen, erhöht sich auch die Chance, dass deine Informationen in generischen Antworten von ChatGPT auftauchen. Denn: ChatGPT bevorzugt es, auf bekannte Plugins und eigene Tools zurückzugreifen.

Entwicklerfreundliche Frameworks und Tools (z. B. LangChain, OpenAI’s Plugin SDK, Supabase) erleichtern dir den Aufbau. Wichtig: Die Inhalte müssen qualitativ hochwertig, aktuell und sauber strukturiert sein. Und natürlich: klar gebrandet.

Open-License-Content als Trainingsmaterial

Ein oft übersehener, aber mächtiger Trick: Stell hochwertigen Content unter einer offenen Lizenz wie CC-BY oder CC-BY-SA zur Verfügung. Diese Inhalte dürfen von OpenAI und anderen Modellbetreibern in zukünftige Trainings integriert werden. Das bedeutet: Deine Artikel, Whitepapers oder Anleitungen könnten direkt in den Trainingsdaten künftiger GPT-Versionen landen – und somit die Basis für viele Antworten bilden.

Was du beachten solltest:

  • Lizenz gut sichtbar am Seitenende platzieren
  • Inhalt klar als „zur freien Weiterverwendung“ deklarieren
  • Möglichst auf technischer Ebene (XML/RSS) mit Lizenzhinweis auszeichnen

Besonders relevant ist das für Inhalte mit hohem Informationsgehalt und Unique Data – also Studien, Anleitungen, Marktanalysen oder technische Erklärungen. Die KI braucht Content, den sie legal nutzen darf – und wenn du diesen bereitstellst, wirst du zur Quelle.

 

RAG-Feeds: Strukturierte Schnittstellen für LLMs

Retrieval-Augmented Generation (RAG) ist eine Technik, bei der LLMs externe Datenquellen in Echtzeit abfragen, um präzisere Antworten zu generieren. Das funktioniert über strukturierte Schnittstellen – z. B. OpenAPI, RSS oder JSON-Endpunkte.

Wenn du solche Schnittstellen bereitstellst, erhöhst du die Chance enorm, dass deine Inhalte in RAG-gestützten Chatbots (wie ChatGPT Enterprise, Perplexity, You.com etc.) verwendet werden.

Beispiele:

  • RSS-Feeds deiner Blogartikel
  • JSON-APIs mit Produktdaten, Preislisten, FAQ
  • OpenAPI-Dokumentation für Entwicklerdokumentationen oder SaaS-Dienste

Achte darauf, diese Schnittstellen öffentlich, gut dokumentiert und aktuell zu halten. Tools wie Swagger, Postman oder RSS Builder helfen dir dabei.

Zusatztipp: Wenn du ein aktives Tech-Team hast, kannst du auch ein Custom Retrieval Tool für OpenAI bauen und deine eigene GPT darauf trainieren – so sicherst du deine Marke nachhaltig ab.

MöglichkeitNutzen
Eigenes GPT / PluginEin offizielles Firmen‑GPT im GPT‑Store oder ein Plugin macht ChatGPT auf aktuelle Datenquellen aufmerksam und erhöht die Chance, dass Ihre Marke in generischen Antworten auftaucht.
Open‑License‑Content (CC‑BY/CC‑BY‑SA)Offen lizenzierte Fach­artikel können in künftige Modell­trainings einfließen.
RAG‑Feeds (OpenAPI, RSS)Stellen Sie strukturierte Endpunkte bereit; viele RAG‑basierte Chatbots indizieren solche Feeds.

Monitoring & Iteration

Brand-Radar-Tools: Wo wird deine Marke erwähnt?

Die Sichtbarkeit in AI Overviews ist flüchtig. Sie kann sich ändern, abhängig vom Kontext, von neuen Inhalten oder Modell-Updates. Deshalb ist regelmäßiges Monitoring unerlässlich.

Tools, die du nutzen solltest:

  • Ahrefs Alerts: Automatische Benachrichtigungen bei neuen Brand Mentions
  • BrandMentions: Detaillierte Social Listening Plattform mit historischen Daten
  • GPT-Site-Search: Analysiert, wie oft deine Website in GPT- oder Gemini-Antworten verwendet wird

 

Ziel ist es, zu verstehen:

  • Wo deine Marke erwähnt wird
  • Wie sie dargestellt wird
  • Welche Inhalte besonders häufig referenziert werden

Das hilft dir nicht nur beim Feintuning deiner Content-Strategie, sondern auch beim gezielten Push relevanter Themencluster.

 

GA4-Segment „AI Overview Traffic“ analysieren

Auch in Google Analytics 4 (GA4) kannst du relevante Einblicke gewinnen. Lege dir ein eigenes Segment an mit dem Namen „AI Overview Traffic“ und beobachte regelmäßig:

  • Veränderung der Direktzugriffe
  • Veränderung des Marken-Suchvolumens
  • Uplift bei Landingpages, die KI-gerechte Inhalte liefern

Beispiel: Wenn eine deiner Seiten plötzlich eine signifikante Zunahme an Direktzugriffen oder ein besseres Ranking bei markenbezogenen Suchbegriffen zeigt, ist das ein starkes Indiz dafür, dass sie in AI Overviews zitiert wird.

Zusätzlich kannst du UTM-Parameter für GPT-Links nutzen (wenn du über GPT-Plugins verfügst) oder manuelle GPT-Anfragen tracken – das bietet noch mehr Präzision bei der Analyse.

 

Erfolgsmuster als Content-Blaupause nutzen

Wenn du einmal weißt, welche Inhalte bei LLMs gut funktionieren, solltest du diese Erkenntnisse konsequent auf andere Themen ausrollen. Das nennt sich Cluster-Content-Strategie.

Vorgehensweise:

  • Identifiziere Top-Seiten, die in AI Overviews erscheinen
  • Analysiere ihre Struktur, Sprache, Länge, Format
  • Leite daraus Content-Typen und Formate ab, die du wiederholen kannst

Erstelle verwandte Inhalte, die sich semantisch ergänzen (Pillar + Cluster Pages)

Beispiel: Wenn dein Artikel zu „Digitale Buchhaltung für KMU“ erfolgreich war, dann entwickle gezielt Seiten zu verwandten Fragen wie „Beste Tools für KMU-Buchhaltung“ oder „Digitale Steuerprüfung vorbereiten“.

Ziel ist ein vernetztes Themenökosystem, das sowohl Menschen als auch KIs überzeugt.

Fazit: Der Marathon zur Sichtbarkeit in AI Overviews

Markensichtbarkeit in AI Overviews ist kein Zufall – sie ist das Ergebnis ausdauernder, strategischer Arbeit. Es geht nicht um „Hacks“, sondern um systematisches Brand Building, gepaart mit technischer Optimierung und inhaltlicher Exzellenz. Wer:

  • seine Marke als digitale Entität etablieren kann
  • Off-Site-Signale gezielt aufbaut
  • KI-freundliche, strukturierte Inhalte liefert
  • Monitoring betreibt und iterativ verbessert

…wird in Zukunft nicht nur bei ChatGPT, Google Gemini & Co. präsent sein – sondern von der KI als führende Autorität anerkannt. Und das bedeutet: mehr Sichtbarkeit, mehr Vertrauen, mehr Wachstum.

Video Explainer

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FAQ - die häufigsten Fragen

Wie schnell kann meine Marke in AI Overviews erscheinen?
Es gibt keinen festen Zeitrahmen. Erste Ergebnisse können nach Wochen sichtbar sein, in der Regel dauert der Aufbau aber mehrere Monate.
Was tun, wenn ich keinen Wikipedia-Eintrag bekomme?
Setze verstärkt auf Wikidata und vertrauenswürdige Drittquellen. Auch ohne Wikipedia kannst du in den Wissensgraphen landen.
Brauche ich unbedingt ein eigenes GPT?
Nein, aber es bietet dir einen strategischen Vorteil – besonders für Nischenbranchen oder komplexe Produkte.
Wie erkenne ich, ob ich in AI Overviews erscheine?
Nutze GPT-Search, Site-Search Tools und beobachte Traffic-Uplifts bei markenbezogenen Begriffen in GA4.
Können auch kleine Unternehmen in AI Overviews auftauchen?
Ja! Gerade durch lokale Verzeichnisse, starke Inhalte und gezielte Mentions können auch KMU punkten.

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Über den Autor

Helge Fétz ist Online Marketer seit 2006. Google SEO und KI Experte.

Helge Fétz ist ein mehrfach international ausgezeichneter Online Marketer. Er ist ständiges Mitglied der internationalen Google Experience Group. Helge betreut seit 1995 Kunden von Startups bis zu renommierten Marken. Er ist Inhaber von NETZPUNKTE und Gründer von NP-Digital.de

Helge Fétz ist Online Marketer seit 2006. Google SEO und KI Experte.